Die Schlüssel sind jetzt dort, wo sie hingehören

23.01.2013 | Lychen

Die Erzieherinnen aus der DRK-Kita Cohrsstift haben sie schon gesehen, die neuen Räume der Kindertagesstätte in der Clara-Zetkin-Straße. Ihre kleinen Schützlinge müssen sich noch ein wenig gedulden: Am kommenden Montag beginnt dort der Kita-Alltag. Chefin Christina Rempt erhielt gestern ganz offiziell die Schlüssel für das neue Haus von Lychens Bürgermeister Sven Klemckow. „Das, was hier innerhalb nicht mal eines Jahres entstanden ist, kann sich sehen lassen“, so Sven Klemckow. Bevor die Entscheidung durch die Stadtverordneten für den Planungsvorschlag von Annemarie und Tobias Schönfeldt gefallen sei, habe es auch andere Ideen gegeben. „Sie waren nicht schlecht. Um sie realisieren zu können, hat das Geld allerdings nicht gereicht“, sagte der Bürgermeister.

Auf einer Nettogrundfläche von über 1000 Quadratmetern sei es innerhalb der vergangenen Monate gelungen, optimale Bedingungen für die Mädchen und Jungen zu schaffen, die in der Einrichtung betreut werden. Momentan sind es 101. 114 dürfen es laut Betriebserlaubnis werden. Als schönes Zeichen wertete Klemckow, dass 100 Jahre, nachdem Kommerzienrat Siegfried Cohrs 5000 Mark an die Stadt Lychen zur Errichtung einer Kinderhilfseinrichtung auf dem Gelände stiftete, eine neue Kita entstanden ist.
Angetan zeigten sich gestern auch Vertreter des Kita-Trägers beim Blick in die neuen Räume. „Ich freue mich für die Kinder, für die Erzieherinnen und für die Stadt Lychen“, reagierte Carmen Drath, Vorstandsvorsitzende des DRK-Kreisverbandes Uckermark West/Oberbarnim e. V. Henryk Wichmann, Vorsitzender des Kreisjugendhilfeausschusses, erinnerte daran, dass die Übergangszeit während der Bauarbeiten im Ausweichquartier nicht einfach waren. „Die neuen Räume sind die ideale Entschädigung dafür“, meinte er. „Wir freuen uns auf den Start am Montag“, sagte Kita-Leiterin Christina Rempt. Sie dankte allen an diesem Vorhaben beteiligten Partnern. „Dass unsere Meinung in den vergangenen Monaten auch gefragt war, wir mitbauen durften, darüber haben wir uns sehr gefreut.“

Am Freitag beginnt der eigentliche Umzug der Kita von der Pannwitzallee an die neue Adresse, mit Unterstützung vieler Eltern, des DRK als Träger der Einrichtung und von Mitarbeitern der Stadt. Für den kommenden Sonntag hat Christina Rempt zwei Schnupperstunden angekündigt. Dann gehört das neue Haus den Kindern und ihren Eltern, die die Räume ganz in Ruhe in Augenschein nehmen können.
Die Gesamtkosten für den Neubau in der Clara-Zetkin-Straße betragen rund 1,2 Millionen Euro. 500 000 Euro davon sind aus Bundesmitteln im Rahmen der Kinderbetreuungsfinanzierung geflossen, bei 350 700 Euro handelt es sich um Landesförderung. Die Höhe der Eigenmittel der Stadt beläuft sich auf 372 100 Euro.

 

Den vollständigen Artikel finden Sie ebenfalls in der Templiner Zeitung im Uckermark Kurier.

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