Beschäftigte der Wittstocker Firma Baumec sind am Fürstenberger Bahnhof tätig

18.01.2013 | Fürstenberg

Die Bagger und ihre Fahrer haben schon ganze Arbeit geleistet. Die ehemalige Gepäckabfertigung rechts neben dem Fürstenberger Bahnhofsempfangsgebäude ist abgetragen bis hin zum Giebel des angrenzenden Hauses. In dem befindet sich zwar kein Schalter mehr, aber es gibt eine Halle und natürlich die Bahnhofs-Gaststätte „Zur Dampflok“. Außerdem ist das Empfangsgebäude in der oberen Etage bewohnt.

Die Abrissarbeiten gehören schon zum Projekt „Neugestaltung des Bahnhofsvorplatzes“, zu dem Landesverkehrsminister Jörg Vogelsänger, CDU-Landtagsabgeordneter Henryk Wichmann, Fürstenbergs Bürgermeister Robert Philipp und Stadtverordnetenvorsitzender Lutz Wilke am 7. Januar mit einem symbolischen Spatenstich den Startschuss gaben. Die Beschäftigten von Baumec werden bis März am Bahnhof tätig sein. Ihre als 1. Bauabschnitt bezeichneten Leistungen umfassen nicht nur den Abbruch der Anbauten, sondern auch die Giebelsanierung. Gestern waren die Männer dabei, die ehemalige Verladerampe abzureißen. Anbauten am Bahnhofsempfangsgebäude gibt es auch in der entgegengesetzten Richtung. Dort befanden sich die Bahnhofstoiletten, die schon lange geschlossen sind. Noch zu DDR-Zeiten spotteten sie jedem hygienischen Standard, aber das traf wohl auf die meisten Bahnhofs-Klos zu. Die Fürstenberger Toiletten werden nun endlich abgerissen, auch das werden die Beschäftigten der Firma Baumec vornehmen.

Herzstück des Bahnhofs-Vorplatz-Projekts ist die Schaffung einer Park- and Ride-Anlage mit rund 100 Stellflächen für Pkws, Plätzen für Busse und Taxis. Dafür werden auch Flächen zwischen dem Bahngleis und den Kleingärten genutzt. Damit wird geordnetes Parken möglich werden, während bislang viele ihr Auto „wild“ unter den Bäumen zwischen Bahngleis und Schützenstraße abstellten, weil die vorhandenen Parkplätze einfach nicht ausreichten. Im Moment sind allerdings wegen der Bahnstreckensperrung etliche Pendler auf die Luisenstraße ausgewichen, weil sich dort die Bushaltestellen des Schienenersatzverkehrs befinden. Auch die Rathenaustraße wird zum Parken genutzt.

Voraussetzung für das Vorhaben war, dass die Stadt Fürstenberg den Bahnhofsvorplatz kaufen konnte. Darauf ließ sich die Bahn AG ein, und so konnten entsprechende Fördermittelanträge gestellt werden. Mehr als die Hälfte der Gesamtkosten in Höhe von 900 000 Euro kommt über das Land Brandenburg aus dem Fonds für regionale Entwicklung der Europäischen Union.

Quelle: Dieser Artikel erschien in der Märkischen Allgemeinen.

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