Alles Klar für Farbtupfer vor der Haustür im Frühjahr

12.11.2013 | Templin

Der Anfang ist gemacht: 280 Frühblüher wie Tulpen, Schneeglöckchen und Perlenhyazinthen stecken jetzt in der Rasenfläche hinter den Wohnblöcken in der Kantstraße 9 bis 12. Die Idee für diese spontane Pflanzaktion stammt vom Templiner Jürgen Lemke. „Die Lychener haben vorgemacht, wie man eine Stadt durch solche Arbeitseinsätze aufblühen lassen kann“, sagt er. In der Flößerstadt hatten Einwohner, unterstützt von der Stadtverwaltung und Sponsoren, für willkommene Farbtupfer im Stadtgrün gesorgt. Mehrere Tausend Zwiebeln wanderten so ins Erdreich. „Das Ergebnis kann sich sehen lassen“, findet nicht nur der Landtagsabgeordnete Henryk Wichmann, der in Lychen wohnt. Er spendierte die Blumen für den Einsatz in Templin, nachdem ihn Jürgen Lemke um Unterstützung gebeten hatte.

Sofort mit von der Partie war auch die Wohnungsbaugenossenschaft Templin-Uckermark eG (WBG). Die Häuser in der Kantstraße und auch die Grünanlage gehören ihr. „Wir machen gern mit, schließlich werden so zentral gelegene Grundstücke wie dieses hier aufgewertet“, erklärte WBG-Mitarbeiterin Irmgard Wichmann, die sich ebenfalls zum Arbeitseinsatz eingefunden hatte. Genauso wie Bärbel Schulz. Mit ihrem Mann wohnt sie seit elf Jahren in der Kantstraße 12. „Mitglied bei der Wohnungsbaugenossenschaft sind wir aber schon fast 40 Jahre“, erzählte die Seniorin. Sie wohne gerne in der Kantstraße. „Das ist hier eine ruhige Ecke, die Grünanlage sieht hübsch aus. Und bestimmt noch besser, wenn die Blumen im nächsten Frühjahr blühen“, kann sie sich gut vorstellen. Viele Jahre hat Bärbel Schulz in einer Gärtnerei gearbeitet. „Blumen waren schon immer mein Ding“, ließ sie wissen. Beim Stecken der Frühblüher in die Rasenfläche war sie deshalb ganz in ihrem Element.„Am besten sieht es aus, wenn sie in Gruppen angeordnet werden“, meinte Bärbel Schulz und verteilte die Zwiebeln entsprechend auf dem Grün.

Auch Liesel Heinrich freut sich schon auf das Ergebnis der Pflanzaktion im nächsten Frühjahr. Sie wohnt in der Kantstraße 9 und hat das Hochbeet vor dem Hauseingang in Pflege. Jetzt heißt es nur noch Daumen drücken, dass die Zwiebeln gut gedeihen und das sich nicht etwa ungebetene Gäste wie Wühlmäuse daran zu schaffen machen. Jürgen Lemke fände es gut, wenn dieses Beispiel aus der Kantstraße im nächsten Jahr in Templin noch mehr Schule machen würde. „Je mehr Leute mitmachen, desto mehr hat die Stadt etwas davon“, findet er. Vielleicht kommt beim nächsten Mal auch Unterstützung von der Stadt. „Als ich diesmal bei der Verwaltung war, um meinen Vorschlag zu unterbreiten, fand man ihn zwar nicht schlecht. Allerdings konnte sich niemand so recht dafür begeistern, als ich anregte die Frühblüher am Eichwerder zu stecken“, berichtete der Templiner.

 

 

 

 

Den vollständigen Artikel finden Sie ebenfalls in der Templiner Zeitung im Uckermark Kurier.

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