Petition mit über 5000 Unterschriften gegen Verklappung von Ockerschlamm: CDU sichert kritische Prüfung des Vorhabens zu

26.05.2015 | Potsdam

Der Vorsitzende des Petitionsausschuss Henryk Wichmann (CDU) nahm heute vor dem Brandenburger Landtag eine Petition mit 5002 Unterschriften gegen die geplante Verklappung von Eisenhydroxidschlamm im Altdöberner See (Oberspreewald-Lausitz) entgegen. Zusammen mit Vertretern der Grünen sicherten die Abgeordneten eine kritische Prüfung des Vorhabens durch den Landtag zu. Wichmann berichtete, dass nach der Sommerpause die zuständigen Ausschüsse sich ein Bild vor Ort machen wollen und eine Reise der Abgeordneten nach Altdöbern geplant sei.

"Es erschließt sich für mich nicht, das Eisenhydroxid mit hohem Aufwand aus Gewässern rauszuholen um das dann wieder in einen See zu verklappen", sagte Wichmann. Der CDU-Politiker spricht sich für eine Deponierung an Land aus, um eine spätere Verwertung zu ermöglichen.

Derzeit befasst sich die staatliche Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV) mit dem Umgang mit Eisenhydroxidschlämmen im Sanierungsgebiet Lausitz und hat dafür ein Konzept erarbeitet, welches die Tiefeneinspülung von in Bergbaufolgeseen nicht ausschließt. Eine Entscheidung dazu ob der Ockerschlamm in denAltdöberner See verklappt wird, soll Ende des Jahres fallen.


zurück
Henryk Wichmann | Alle Rechte vorbehalten