Presse 2011

Wasserwerte weiter unter Kontrolle

06.12.2011 | Uckermark Kurier

Die Berichte über den Nachweis von Rückständen von Pflanzen- schutzmitteln in einem Soll in einem Maisfeld bei Jakobshagen haben zu einer Anfrage an die Landesregierung geführt.

Die Vorwürfe klangen besorgniserregend: Grenzwerte für Trink- und Grundwasser sollen infolge eines Pflanzenschutzmitteleinsatzes um das bis zu 120-Fache überschritten worden sein, hieß es. Des Weiteren sei durch ein Gutachten der seit elf Jahren verbotene Stoff Simazin nachgewiesen worden. Das Landesamt für Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Flurneuordnung (LELF) reagierte, führte vor Ort Kontrollen durch und veranlasste zusätzliche Schutzmaßnahmen. Naturschützern gingen diese Maßnahmen nicht weit genug. Anlass für den CDU-Landtagsabgeordneten Henryk Wichmann für eine Anfrage
an die Landesregierung. Er wollte wissen, welche Grenzwerte für Trink- und Grundwasser in welcher Höhe überschritten wurden und welche Auswirkungen das auf die Gesundheit der Bürger haben könnte.


Das Landesamt ließ am 12. Oktober das Naturschutzgebiet Rohrbruch am Einlauf und am Ablauf in Richtung Warthesee, einen Bach (Zufluss zum Warthesee) und den Warthesee (in Höhe Badestelle Egarsee) beproben. Die Analyse der Proben bestätigten eine Verfrachtung der Wirkstoffe beziehungsweise Abbauprodukte Metola-
chlor, Terbuthylazin, Desethyl-Terbuthylazin und AMPA in die geprüften Gewässer. Die genannten Substanzen seien dort in Spuren beziehungsweise in einer Konzentration, die geringfügig oberhalb der für Trinkwasser geltenden Grenzwerte liegt, nachgewiesen worden. Nun trinke allerdings niemand Wasser direkt aus See, Soll oder Bach. Deshalb sei eine Bewertung der Wasserproben mit Hilfe des Grenzwertes für Trinkwasser nur eingeschränkt zulässig. Kontrolliert werde, ob in den Wasserproben auffällige Konzentrationen für PSM-Wirkstoffe vorliegen, die möglicherweise bei Rohwasserentnahme aus dem Grundwasser auch das Trinkwasser beeinflussen können. Gegenwärtig lägen dafür keine auffälligen Befunde vor, so das Landesamt.


Eine mögliche Ursache des Simazinfundes sei die Anwendung von terbuthylazinhaltigen Pflanzenschutzmitteln mit zulässigen Simazin-Verunreinigungen. Eine direkte Gesundheitsgefährdung über das Trinkwasser liege derzeit nicht vor. Um einen weiteren Eintrag von Pflanzenschutzmitteln in den betreffenden Soll zu verhindern, wurden für den betreffenden Schlag durch die zuständige Behörde zusätzliche Schutzmaßnahmen angeordnet, der Uckermark Kurier berichtete.Die komplette Antwort der Landesregierung ist nachzulesen auf der Internetseite des Uckermark Kurier.
www.uckermarkkurier.de

 

Ebenfalls finden Sie die komplette Antwort der Landesregierung auf dieser Homepage unter der Rubrik Presse.
 

Den Vollständigen Artikel können Sie in der Templiner Zeitung des Uckermark Kuriers lesen.

zurück

Suche

Aktuelles


Herr Wichmann...

...aus der Dritten Reihe


Henryk Wichmann | Alle Rechte vorbehalten