Presse 2010

Lychen nimmt Hürde zur Kita-Neubaufinanzierung

21.12.2010 | Uckermark Kurier - Templiner Zeitung von Horst Skoupy

Lychen. Auf dem nicht ganz einfachen Weg zum Bau einer neuen Kindertagesstätte in Lychen hat die Stadt eine bedeutende Hürde genommen. Holger Rupprecht, Minister für Bildung, Jugend und Sport, war gestern in die Uckermark gekommen, um persönlich Vertretern einen Fördermittelbescheid der InvestitionsBank des Landes Brandenburg in Höhe von einer halben Million Euro zu überreichen. Damit ist die Finanzierung eines nicht unwesentlichen Teils des rund 1,6 Millionen teuren Neubau-Vorhabens gesichert. "Wie Sie wissen, stammen die Zuwendungen aus dem sogenannten Bundesprogramm U3. In unserem Land darf ich sie verteilen", zeigte sich der Minister gestern in der DRK-Kita Cohrsstift gut gelaunt, als er den Fördermittelbescheid im Beisein von Kita-Leiterin Christina Rempt, den beiden Landtagsabgeordneten Henryk Wichmann (CDU) und Torsten Krause (Die Linke) sowie DRK-Geschäftsführerin Carmen Drath an Bürgermeister Sven Klemckow und seine Stellvertreterin Karola Gundlach überreichte. "Die Fördermittel sind gedacht für unsere ganz Kleinen bis drei Jahre, einem Bereich, in dem wir im Land in den kommenden Jahren ordentlich zulegen wollen", meinte er. Mit der Zuwendung wird das Vorhaben der Stadt unterstützt, eine vollkommen neue Kita zu bauen, in der unter anderem 40 Betreuungsplätze für Kinder bis zum dritten Lebensjahr entstehen sollen, der Uckermark Kurier berichtete. Wenn der Bau fertig eingeweiht wird, wünscht er sich eine Einladung, so Rupprecht. Mit Fördergeldern aus dem Investitionsprogramm "Kinderbetreuungsfinanzierung" soll bekanntlich bundesweit der Ausbau der Tagesbetreuung für Kinder von bis zu drei Jahren vorangetrieben werden. Ab 2013 sollen Eltern einen Rechtsanspruch für die Betreuung ihrer ein- und zweijährigen Kinder erhalten.

Bei seiner Visite in Lychen ließ sich Holger Rupprecht über den weiteren "Fahrplan" des Neubauvorhabens informieren. Verteilt über zwei Haushaltsjahre will die Stadt das Vorhaben gemeinsam mit dem Kita-Träger DRK umsetzen, erfuhr er von Sven Klemckow. "Im Frühjahr 2011 soll es losgehen. Zunächst mit dem Abriss der alten Kita", teilte er dem Gast mit. Er versicherte ihm, dass das Geld bei der Stadt in guten Händen ist, nicht zuletzt, weil man mit dem DRK "einen Super-Partner" an der Seite habe, der über langjährige Erfahrungen in der Kinderbetreuung verfüge.

"Für uns ist das Bundesprogramm ein echter Segen", stellte Henryk Wichmann fest. Nicht nur, weil der alte Kita-Standort in Lychen zu den ältesten in der Region zählt, weshalb die Kinder bereits in einer Übergangslösung betreut werden. Auch deshalb, weil in der Stadt der Bedarf von Eltern zur Betreuung ihrer Kinder höher ist, als Plätze derzeit vorhanden sind. Verschärft werde die Situation noch dadurch, dass es momentan auch keine Tagesmütter in Lychen gibt. Wichmann sieht in der Situation politischen Handlungsbedarf. "Es geht nicht, dass wir Anträge ablehnen müssen, weil wir keine Plätze zur Verfügung haben und Eltern nach Fürstenberg oder Templin ausweichen", erklärte er.

Torsten Krause regte an, zunächst an betroffene Familien heranzutreten, um den tatsächlichen Bedarf festzustellen und dann nach Lösungen zu suchen. "Für uns ist das Bundesprogramm ein echter Segen."


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